Ein interessanter Artikel der Textilwirtschaft vom 6. Oktober 2011. Die nachhaltige Mode in Berlin erfährt ein stetes Wachstum, seien es Modeläden, Labels oder Messen. Wir freuen uns über diese Entwicklung und möchten Euch diesen Artikel nicht vorenthalten.
Experten- Workshop der Messe Nürnberg zum Thema nachhaltige Mode in Berlin
Nur zwei der 14 Studenten, die in diesen Tagen die weltweit erste Masterausbildung für „Sustainability in Fashion“ an der Berliner Esmod internationale Kunsthochschule für Mode beginnen, sind aus Deutschland. Die anderen kommen aus Brasilien, Kanada, Spanien, Frankreich, Indien, den Niederlanden und Slowenien, erzählt Fredericke von Wedel-Parlow, die Leiterin des neuen Studienganges.Dass das Thema Öko-Fashion hierzulande nicht auf allzu großes Interesse stößt, musste auch die Messe Nürnberg feststellen. Über 100 Medienleute waren zu einem Experten-Gespräch über nachhaltige Mode eingeladen – drei kamen. Aber nach Jahren der Stagnation ist das Thema wieder auf der Agenda. „Wir sind auf einem guten Weg“, meint Rolf Heimann, Leiter Innovation & Ökologie bei Hess Natur, einer der Experten in der Runde. Für ihn ist Berlin die Hautstadt der grünen Mode: Hier gibt es grüne Messen, Grüne Läden wie Wertvoll, De la Reh und Eco-Showroom, Grüne Labels wie Bio-Shirt, Slowmo, Umasan und Caro e und den Masterstudiengang für nachhaltige Mode der Esmod. Und auch die Messe Nürnberg hat ihren Branchenkongress an die Spree verlegt. Am Vortag der Veranstaltung sollte es um Grüne Mode gehen. Seit 1999 organisieren die Nürnberger die Bio-Fach, eine Leitmesse der Öko-Branche, mit Fokus auf Food, aber mit steigenden Ausstellerzahlen aus dem Bereich der nachhaltigen Textilien.
Endlich bewege sich die Textilbranche in Richtung Nachhaltigkeit in der gesamten Kette, die auch soziale Aspekte und die Entsorgung einschließt. Der Weg gehe weg von Ökotext-Standard 100, der für Heimann und Franziska Kuntze vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) längst nicht mehr ausreicht. Hin zum Global Organic Textile Standard (GOTS), der im Gegensatz zum Ökotext-Standard 100 neben Schadstoffen auch soziale Aspekte und die Umweltverträglichkeit der Produktion kontrolliert.
Weniger bekannt ist das IVN-Siegel Naturleder, laut Heimann „die weltweit innovativste, aber technisch anspruchvollste Lederrichtlinie“. Rund 100 Unternehmen arbeiten weltweit derzeit nach diesem Standard, bei dem alle Schritte vom Schlachthof über die Gerberei bis zum Laden beleuchtet werden. In Deutschland erfülle bislang nur die Ecopell GmbH aus Weitnau diese Kriterien. Bei dieser Firma lässt die Unternehmerin Kuntze ihr Schuh-Label Pololo fertigen. Firmensitz ist Berlin, die Heimat der meisten jungen Öko-Labels.
Eines unserer Labels „colette vermeulen“ verwendet das Leder der Firma Ecopell GmbH, die als einzige deutsche Firma die Richtlinien des IVN-Siegels erfüllt. Wir freuen uns, Euch schon bald mehr Modelle der Firma aus der neuen Kollektion anbieten zu können. Hier ein kleiner Vorgeschmack:







